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Deutschland im Herbst 2008 |
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pro NRW -
Aktuelles
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Mittwoch, 15. Oktober 2008 |
Ein gutmütigeres Volk wird man kaum finden:
Bis Mitte Juli haben die Deutschen allein dafür geschuftet, ihre diesjährigen Steuern und Abgaben entrichten zu können. Statistisch macht sich demzufolge mehr als ein halbes Jahr jeder arbeitende Bundesbürger nur für den Staat krumm. Dies hat unlängst der „Bund der Steuerzahler“ errechnet.
Welche Gegenleistung erbringt jedoch unsere holde Obrigkeit? Jedenfalls keine, die man als auch nur annährend angemessen empfinden könnte. Ein Großteil der Infrastruktur dieses Landes wurde bereits von vorherigen Generationen finanziert. An der Instandhaltung mangelt es gerade bei uns in Nordrhein-Westfalen allenthalben. Stattdessen wird gerade von der Rüttgers-Landesregierung öffentliches Eigentum auf Teufel komm raus, zumeist an ausländische Renditejäger, regelrecht verscherbelt.
Die vom Bürger finanzierten Ämter und Behörden erheben mittlerweile für nahezu jeden Handschlag zusätzliche Gebühren. Schon wird überlegt, auch den privaten Straßenverkehr wenigstens in den nordrhein-westfälischen Großstädten mautpflichtig zu machen, obwohl die Autofahrer über Kfz- und Mineralölsteuer jeden Eimer Asphalt längst doppelt und dreifach gezahlt haben.
Wenn die Altparteien weiter am Ruder bleiben, werden alsbald auch Radfahrer und Fußgänger zur Kasse gebeten werden! Niemand bleibt ungeschoren. Auch Atemluft und Sonnenlicht harren dringend der Besteuerung. Zumal der Staat aufgrund der gegenwärtigen akuten Finanzkrise dringend auf neue Einnahmen angewiesen ist. Seitdem in Berlin gar die große Koalition regiert, tun sich Schwarze und Rote mit der Abzockerei besonders leicht. Keiner fällt dem Anderen mehr in den Greif-Arm. Die ach so kritischen Medien halten im Wesentlichen still, weil sie sich ebenfalls ausschließlich nach der Berliner Farbenlehre ausrichten. Der schamlose Bruch von unzähligen Wahlversprechen von CDU und SPD wird nach wie vor ernsthaft nicht thematisiert. Am Ende hätte sich möglicherweise die Frage aufgezwungen, ob solche Parteien überhaupt noch ein Schuss Pulver wert sind. Die verbrauchten Altparteien haben es gemeinsam zu verantworten, dass die politischen und finanziellen Belastungen in diesem Land immer drückender werden:
Rekordsteuererhöhungen, Rekordabgabensteigerungen, eine galoppierende Inflationsrate und weitere Neuverschuldung - und kein Ende in Sicht. Immense Summen fließen außer Landes, ohne dass darüber eine Gesamtstatistik erhältlich ist. Unablässig wird seitens der politischen Klasse darüber sinniert, wie man die hart erarbeiteten Sozial- und Rentenansprüche der Einheimischen zurückstutzen kann; aber die Milliarden Kosten für Fürsorgeempfänger mit Migrationshintergrund in der Bundesrepublik bleiben tabu.
Ebenfalls neue Rekorde feiert der Export deutscher Arbeitsplätze. Gegenwärtig geistern durch die Medien entsprechende Hiobsbotschaften von Autoherstellern, Banken, Versicherungen etc. Groteskerweise schimpft nun selbst der stets politisch korrekte DGB-Chef Sommer über Unternehmen, „die sich als vaterlandslose Gesellen herausstellen und Arbeitsplätze ins Ausland verlagern“. Dürfen wir vorsichtig gegenfragen, warum Vaterlandslosigkeit ein Privileg von etablierten Politikern und Gewerkschaftsfunktionären bleiben soll? Die unselige Gewerkschaft, Erziehung und Wissenschaft (GEW) veröffentlichte vor einiger Zeit gar ein Agitationspapier gegen das Deutschlandlied, weil dies – gerade auch in seiner dritten Strophe – einen nationalistischen „Ansatz“ habe. Die Unterscheidung von Deutschen und Ausländern entspreche nicht der „Realität des Alltages“. Demnach dürfte es auch egal sein, ob Nokia in Bochum oder in Rumänien oder ob Siemens in München oder Helsinki produziert.
Da wie dort freuen sich Menschen über Arbeitsplätze. Der etnische oder räumliche Bezug ist irrelevant, und nationalstaatliche Regierungen können wir uns sparen. Um die „deutsche“ wäre es tatsächlich nicht schade.
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