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Teheran fordert Kongreßverbot |
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Anti-Islam Kongress -
Ankündigungen
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Donnerstag, 4. September 2008 |
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Ahmadinejad hat über seine Diplomaten ein Verbot des Anti-Islamisierungs-Kongresses auf dem Kölner Heumarkt am 20. September 2008 gefordert. Ein Grund mehr, an diesem Tag nach Köln zu kommen!
Die Regierung des Iran hat die Europäische Union dazu aufgefordert, den
Anti-Islamisierungskongreß der Bürgerbewegung pro Köln am 19./20.
September 2008 zu verbieten. Derzeit hat Frankreich die EU-Ratspräsidentschaft
inne. Deshalb bestellte das iranische Außenministerium in Teheran den
Geschäftsträger der französischen Botschaft zu einem Gespräch
ein, um das Verbot der Versammlung zu fordern. Die iranischen Diplomaten beklagten
dabei eine „zunehmende Islam-Feindlichkeit“ in Europa. Der französische
Gesandte hat daraufhin keineswegs gekontert und etwa die Frage nach der Einhaltung
der Menschenrechte im Iran thematisiert, sondern „jede Art von Rassismus
verurteilt“ und zugesichert, der Sache nachzugehen, meldet Irna. Das
heißt: Die französischen EU-Diplomaten prüfen nun also Möglichkeiten,
den Interessen der Regierung des Herrn Ahmadinejad in Europa zu genügen
und den Anti-Islamisierungskongreß zu verbieten.
Dabei werden sie allerdings an die Grenzen ihrer politischen Möglichkeiten
stoßen. Denn noch gilt in Deutschland das Grundgesetze und nicht die
Scharia! Noch gibt es eine Versammlungsfreiheit, die uns das Recht einer kritischen
Auseinandersetzung mit dem Islamisierungsprozeß einräumt!
Immerhin macht die diplomatische Intervention aus Teheran klar, wo die Fronten
verlaufen: Der Bau großer Moscheen in Deutschland und in anderen europäischen
Ländern sowie die islamische Mission durch Zuwanderung sind offenbar doch
nicht nur die Privatangelegenheit der hier bei uns lebenden Muslime. Diese
Entwicklung liegt vielmehr im Interesse u.a. des Iran, dessen diplomatische
Vertreter dann auch aktiv werden und ihre (Verbots-)Wünsche äußern.
Schade, daß wir keinen Einfluß auf die offizielle Antwort der EU
an den Iran haben! Eine Regierung, die oppositionelle Staatsbürger und
religiöse „Abweichler“ willkürlich verhaften läßt, hat sicher kein Mandat,
uns Europäer Moral zu lehren und uns vorzuschreiben, welche politischen
Versammlungen in unseren Ländern stattfinden dürfen und welche nicht!
Bemerkenswert ist das große Maß an Rücksichtnahme, daß die
deutschen Massenmedien und selbstverständlich erst recht unsere Politiker
in Berlin und Brüssel gegenüber Ahmadinejads Verbotsforderungen an
den Tag legen, statt sich dessen dreiste Einmischung in deutsche und europäische
Angelegenheiten zu verbitten. Was uns heute fehlt, ist ein König Leonidas,
der eine deutliche Sprache spricht und Teheran in die Schranken verweist!
Den Rednern des Anti-Islamisierungskongresses ist allerdings von den persischen
Diplomaten ein thematisches Geschenk gemacht worden, das sie dankbar annehmen
werden. Und für jeden, der sich bislang noch nicht klar war, ob er am
20. September Zeit opfern und nach Köln kommen will, sollte ab sofort
die Losung lauten: Jetzt erst recht!
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