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Deutschkenntnisse haben Priorität |
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pro NRW -
Schule und Bildung
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Dienstag, 12. August 2008 |
Pro NRW und der Philologenverband (PhV) gegen Englischunterricht ab der ersten Klasse in nordrhein-westfälischen Grundschulen
Pro NRW hat es schon immer für verfrüht gehalten, das nun für die gerade noch 167.000 Erstklässer in NRW im zweiten Halbjahr bereits der Englischunterricht beginnt. Die Kinder, die teilweise über erhebliche Sprachdefizite verfügen, sollten doch zuerst einmal gründlich die Systematik der deutschen Sprache vernünftig lernen, ehe sie sich an Fremdsprachen versuchen. Die Rüttgers-Regierung sieht das anders und hat gerade für den Englischunterricht 3.600 Lehrer „fortgebildet“. Dafür werden nun 4 Jahre lang zwei Wochenstunden für den Englischunterricht reserviert. Herauskommen wird hierbei herzlich wenig. Migrantenkinder werden sich durch den verfrühten Englischunterricht noch schwerer tun, die deutsche Sprache auch nur einigermaßen korrekt zu erlernen. Wichtiger als Englischunterricht in der Grundschule wäre es sicherlich, den Kindern gründlicher das für jegliches kulturelles Leben elementare Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen. Nun kritisiert selbst der CDU-nahe Philologenverband den verfrühten Englischunterricht an den Grundschulen.
Hierzu erklärt der pro-NRW-Generalsekretär Markus Wiener:
„Rüttgers & Co. leben offenbar in einer anderen Welt. Selbst die katastrophalen Ergebnisse der Pisa-Studie haben bei ihnen keinerlei Umdenken bewirkt. Wenn in manchen Städten bis zu 60 Prozent der Grundschüler einen Migrationshintergrund aufweisen und viele davon die deutsche Sprache nicht beherrschen, ist es nicht verwunderlich, dass ein Unterricht kaum mehr möglich ist und damit das Leistungsniveau drastisch sinkt. Dies führt im Ergebnis zur Lernverweigerung, Gewalt und unlösbaren interkulturellen Konflikten. Wir brauchen in NRW keinen Englischunterricht ab der ersten Klasse. Vielmehr ist es sicherzustellen, dass Schüler mit Migrationshintergrund über hinreichende Deutschkenntnisse verfügen, bevor sie mit deutschen Schülern gemeinsam unterrichtet werden. Ohne dies ist ein weiteres Absinken des Leistungsniveaus an unseren Grundschulen praktisch vorprogrammiert.“
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