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Die exorbitant hohe Inflation spaltet die bundesdeutsche Gesellschaft |
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pro NRW -
Aktuelles
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Mittwoch, 23. Juli 2008 |
4 Prozent beträgt derzeit die Teuerung in der sogenannten Euro-Zone. Doch die Inflation belastet unsere Bürger unterschiedlich stark:
Insbesondere das untere Drittel der bundesdeutschen Gesellschaft trifft die Geldentwertung mit voller Härte und die etablierte Politik sieht dieser gefährlichen Entwicklung nach wie vor tatenlos zu. Laut einer in der Springer-Presse veröffentlichten Studie sind am schlimmsten bei der Geldentwertung alle Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen von weniger als 1.700 Euro betroffen. Dies sind immerhin knapp ein Drittel aller bundesdeutschen Haushalte. Sie haben mit einer Teuerungsrate von gewaltigen 5,4 Prozent zu kämpfen – das liegt um mehr als die Hälfte über dem Wert, den das statistische Bundesamt für die Bundesrepublik derzeit ausweist.
Auch die Bezieher mittlerer Einkommen leiden mit einer Teuerungsrate von 4,5 Prozent wesentlich stärker unter den exorbitant hohen Preisen, als die amtliche bundesdeutsche Statistik vermuten lässt.
Lediglich die Topverdiener kommen einigermaßen glimpflich davon. Ihre Inflationsbelastung beträgt nur 2,4 Prozent und damit ganze 3 Prozentpunkte niedriger als die Teuerungslast, die Geringverdiener in der Bundesrepublik schultern müssen.
Die aktuelle Studie belegt eindrucksvoll, wie die hohe Inflationsrate die gesamte bundesdeutsche Gesellschaft regelrecht spaltet. Es muss daher Aufgabe der Politik sein, zunächst Geringverdiener steuerlich zu entlasten, um den sozialen Frieden zu bewahren. Eine solche Teuerungswelle hat die Bundesrepublik in den letzten 30 Jahren noch nicht erlebt. Dies ist sicherlich zum Teil auch durch die Globalisierung bedingt, aber die Altparteien haben in toto nicht gegengesteuert und die Bundesrepublik letztendlich den internationalen Industrieinteressen geopfert.
Ein Grund mehr für einen Politikwechsel - zunächst in Nordrheinwestfalen, später in der ganzen Bundesrepublik.
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